Durchblick - Der Talk im Fenster

Mit der Talkreihe „Durchblick – Der Talk im Fenster“ greift die Katholische Stadtkirche Nürnberg in loser Folge gesellschafts- oder kirchenpolitisch brisante Themen auf – kurzum: Themen, über die gesprochen werden sollte! Die Gesprächsrunde moderiert Stephan Sohr, stellvertretender Chefredakteur der Nürnberger Zeitung.

„Durchblick – Der Talk im Fenster“ weist schon im Titel auf den Veranstaltungsort – das „Fenster zur Stadt“ – im Haus der Katholischen Stadtkirche Nürnberg hin. Die niedrigschwellige Einrichtung hat sich bislang als idealer Veranstaltungsort für die Podiumsdiskussionen erwiesen.

  • 05.05.2017

Diagnose: Kinderwunsch - Über die Möglichkeiten und Grenzen der Reproduktionsmedizin

Talk im Rahmen der bundesweiten „Woche für das Leben“ zum Thema „Kinderwunsch – Wunschkind - Designerbaby“

Eine Familie und eigene Kinder gehören für viele Paare notwendig und selbstverständlich zum Lebensentwurf. Umso belastender kann es sein, wenn die Tür zum vermeintlich glücklichen und erfüllten Leben geschlossen bleibt. Lässt sich der Kinderwunsch nicht auf natürliche Weise erfüllen, setzen viele Betroffene ihre Hoffnung in die sogenannte Reproduktionsmedizin.

von Tanja Haydn

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  • 16.12.2014
"DURCHBLICK - Der Talk im Fenster" am 9. Dezember 2014: Sterben lassen oder töten dürfen? Welchen Wert hat das Leben am Ende?

Hilfe beim Sterben, statt Hilfe zum Sterben

Talkrunde diskutierte im Rahmen der Talkreihe Durchblick im „Fenster zur Stadt“ über Sterbehilfe

Ein Arzt soll Leben retten. Was aber, wenn das Leben nicht mehr zu retten ist? Wenn der Patient unheilbar krank ist, Schmerzen hat oder zum Pflegefall wird. Darf er seinem Leben dann ein Ende setzen? Soll der Arzt seinen Patienten sterben lassen? Darf er ihm beim Suizid helfen? Seit Monaten führt der Bundestag eine emotionale Debatte über ein neues Gesetz zur Sterbehilfe - bisher erfolglos. Umfragen ergaben, dass viele Menschen sich einen liberaleren Umgang mit der Sterbehilfe wünschen. Kirchen, Ethikkommissionen und Ärztekammern mahnen jedoch zur Vorsicht und fordern stattdessen einen Ausbau der Palliativ- und Hospizmedizin.

von Tanja Haydn

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  • 02.06.2014
"DURCHBLICK - Der Talk im Fenster" am 20. Mai 2014: Roma – Sündenböcke in Ost und West? Gemeinsame Veranstaltung mit dem Osteuropa-Hilfswerk Renovabis

„Es geht um Armut, nicht um Ethnien“

Vertreter von Caritas und Menschenrechtsinitiativen aus Deutschland, Tschechien und Ungarn diskutierten über das Thema: „Roma – Sündenböcke in Ost und West?“

In ihrer Heimat sind sie unerwünscht. Sie werden beschimpft, bedroht und ausgegrenzt. Zu Beginn des Jahres fielen für Südosteuropa die Grenzen und aus Bulgarien und Rumänien flohen im Rahmen der EU-Freizügigkeitsregelung auch zehntausende Roma vor Diskriminierung und Armut in den Westen. Verbessert hat sich ihre Situation damit kaum. Viele leben auch im reichen Westen im Elend. Und willkommen sind sie dort genauso wenig. Händeringend suchen die Einwanderungsländer, darunter auch Deutschland, nach schnellen Möglichkeiten, um die „Armutsflüchtlinge“ wieder loszuwerden. Über ernsthafte Hilfen diskutierte man bisher kaum. Dafür entbrannten Debatten um den bestmöglichen Schutz der Sozialkassen.

von Tanja Haydn

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  • 05.11.2013
"DURCHBLICK - Der Talk im Fenster" am 22. Oktober 2013: Religion und Politik – fruchtbare oder furchtbare Abhängigkeit zweier Systeme? Mit einem Blick nach Ägypten!

„Dialog des Lebens“ statt Streit über Bibel und Koran

Talkrunde „Durchblick – der Talk im Fenster“ befasste sich mit dem Thema „Religion und Politik“

„Religion ist nicht privat“, meint Pfarrer Hans-Martin Gloel. Der Leiter der evangelischen Einrichtung „Brücke Köprü“(türkisch: Brücke) in Nürnberg, die sich seit den 80er Jahren als Begegnungszentrum für Christen und Muslime versteht, ist überzeugt: „Der Glaube gehört zur Lebenswirklichkeit vieler Menschen, er hat seinen festen Platz in der Gesellschaft.“ Einen Platz in der Politik allerdings sollte die Religion nur bedingt einnehmen. „Wir leben mit einer Vielfalt der Religionen, da braucht es einen weitestgehend säkularen Rahmen, um ein friedliches Miteinander zu verwirklichen“. Dieser Gedanke ist eigentlich nichts Neues, zumindest nicht für den aufgeklärten Westen. Aber Kopftuchdebatten und öffentliche Koranverbrennungen zeigen, dass auch hier das Thema „Religion“ ausgesprochen konfliktbehaftet ist. Frieden und Religionsfreiheit sind nicht die logische Konsequenz eines aufgeklärten Staates. Sie sind Arbeit!

von Tanja Haydn

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  • 11.04.2012
"DURCHBLICK - Der Talk im Fenster" am 29. März 2012: Zwischen Ehrensold und Tarifkampf – Wo bleibt die Gerechtigkeit?

Fair teilen statt spalten

Talkrunde „Durchblick – der Talk im Fenster“ befasste sich mit dem Thema „Zwischen Ehrensold und Tarifkampf“

Über den Ehrensold von Exbundespräsident Christian Wulff haben sich viele im Land die Köpfe heiß geredet. Zeichen dafür, wie empfindlich die Menschen sind, wenn es um Einkommensverteilung geht. Kann man in Deutschland in Zeiten, in denen es normal ist, dass Spitzenmanager etliche Millionen Jahresgehalt beziehen und andererseits Arbeitnehmer von ihrem mühsam erwirtschafteten Salär ihre Familie nicht mehr ernähren können, noch von Verteilungsgerechtigkeit sprechen?

von Ulrike Pilz-Dertwinkel

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  • 23.09.2011
"DURCHBLICK - Der Talk im Fenster" am 20. September 2011: Menschenrechte kontra Wirklichkeit

Menschenrechte kontra Wirklichkeit – Bestandsaufnahme könnte besser ausfallen

Erzbischof Schick, Menschenrechtsprofessor Bielefeld und Fair-Handelspreisträger Hausmann diskutierten in Nürnberg beim dritten Talk „Durchblick“

Nürnberg (psn) – Das wichtigste Menschenrecht sei die Religionsfreiheit. Da hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick nicht lange überlegen müssen. „Beim Menschenrecht auf Religionsfreiheit ist die Würde des Menschen am meisten betroffen.“ Heiner Bielefeldt, Professor für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Universität Erlangen-Nürnberg ergänzt: „Mit der Religionsfreiheit ist dann auch gleich die Versammlungs-, die Meinungsfreiheit, das Recht auf Bildung verbunden.“

von Elke Pilkenroth

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  • 26.07.2011
"DURCHBLICK - Der Talk im Fenster" am 19. Juli 2011: Kinderwunsch - Wunschkind!? Was bringt die PID?

Noch viele Fragen offen – „Nach der Entscheidung ist vor der Entscheidung!“

Experten aus Kirche, Medizin und Beratung stellten PID-Gesetz auf den Prüfstand

Nürnberg (psn) – In einer Sache waren sich alle drei Diskutanten einig: Dass in Deutschland endlich eine Entscheidung getroffen wurde, die künftig den Umgang mit der Präimplantationsdiagnostik (PID) regelt. Dr. Katrin Bentele, theologische Ethikerin und wissenschaftliche Referentin beim Deutschen Ethikrat in Berlin, Dr. Gregor Schlüter, Facharzt für Humangenetik und Biologe in Nürnberg und Christine Zant-Braitmayer, Diplom-Sozialpädagogin bei Pro Familia in Nürnberg, diskutierten bei der Talkrunde „Durchblick – der Talk im Fenster“ am vergangenen Dienstag (19. Juli 2011) zum Thema "Kinderwunsch - Wunschkind!? Was bringt die PID?“. Moderiert wurde das Gespräch von Stephan Sohr, dem stellvertretenden Chefredakteur der Nürnberger Zeitung.

von Elke Pilkenroth

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  • 07.04.2011
"DURCHBLICK - Der Talk im Fenster" am 5. April 2011: Die Welt nach Japan - alles grenzenlos machbar?!

Atomenergie ist nicht beherrschbar

Talkreihe "Durchblick" der Stadtkirche startete mit Bischof Hanke: die Lehren aus Fukushima

Nürnberg (sen) - Die Naturkatastrophe und der Reaktorunfall in Japan haben weltweit, insbesondere in Deutschland Erschütterung und Entsetzen hervorgerufen. Mit der Forderung nach einem Ausstieg aus der Atomkraft ist die Frage nach einer alternativen Lebensweise und einem anderen Wirtschaftsmodell verbunden. Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke, seit Jahren ein überzeugter Atomkraftgegner, will nach der Katastrophe von Fukushima Konsequenzen ziehen. In Nürnberg forderte er einen raschen Ausstieg und zugleich eine „kleine mentale Revolution“: „Wir kommen nicht umhin, unseren Lebensstil zu überdenken.“

von Ingrid Petersen

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