Am Dreikönigstag saßen wir mittags beim Italiener und konnte beobachten, wie gegenüber immer wieder an der verschlossenen Tür des Supermarkts gerüttelt wurde. „Heue ist Feiertag. Heilig Dreikönig“, hat mein Schwiegersohn zu erklären versucht.
Einen Strohstern habe ich an die Fensterscheibe des Wohnzimmers gehängt. Die Jesuiten freuen sich an dem Stern, weil es ein wenig Schmuck in den weihnachtlichen Alltag bringt. Freunde kommen und sehen: Da hängt der Stern von Bethlehem.
Sie wollten einen besinnlichen Advent? Sie wollen einen Advent mit Zeit für die wesentlichen Dinge im Leben? Wo man auch mal zur Ruhe kommt? Das geht schon, ist zwar nicht häufig, aber möglich.
„Bereitet dem Herrn den Weg“ - die Worte aus dem Markusevangelium stehen am Beginn der dritten Adventswoche. Gott den Weg in unseren Herzen bereiten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger fordert der Advent von uns in diesen Tagen.
ADVENT - Ankunft. Ankunft wessen? ...des Herrn, des Messias, des Erlösers? Und was bringt er mir, was bringt es für mich, dass er kommt? Fragen, die zu Beginn des Advents gerne bei kirchlichen Veranstaltungen und Gottesdiensten gestellt werden.
„Der Erlöser der Welt“ ist für 450 Millionen Dollar verkauft worden. Damit wurde ein Zeichen gesetzt. Gerade feiert doch die katholische Kirche den Ausklang des Kirchenjahres mit jenen schwer zu fassenden Texten, die vom Ende der Welt und vom Christkönig sprechen.
Eigentlich wussten wir das ja längst: Einsamkeit kann krank machen. Mehrere Studien bestätigen das nun: Bei Menschen mit vielen Sozialkontakten sinkt die Gefahr gleich um 50 Prozent, früher als erwartet zu sterben!
Grau und regnerisch, dunkel und empfindlich kühl, so präsentiert sich meis-tens der November. Das passt immerhin gut zum Totengedenken, das sich durch den November von Allerseelen bis Volkstrauertag und Totensonntag zieht.
Es gibt Tage, da sagt ein Gedicht mehr über Leben und Tod, als es alle wissenschaftlichen Erkenntnisse ausdrücken könnten. Rilkes „Herbst“ ist so eines. Ich betrachte es Strophe für Strophe und lasse es auf mich wirken. Lasse es in mir schwingen.
Vor einem Jahr war ich mit Wohltätern der Jesuitenmission in Indien. Jetzt haben wir uns getroffen, um die Eindrücke von damals auszutauschen. Es war für uns alle ein kleines Wunder, was im Erzählen, im Nachfragen, beim Besichtigen der Fotos alles wieder lebendig geworden ist.