Ich gestehe: Fußball war im Sportunterricht nicht mein Lieblingsfach. Aber ich bin – selbst auf mein Alter hin – neugierig, wie solche Weltmeisterschaften laufen, wer gegen wen spielt, mit welcher Eleganz oder Technik…
Wow, erinnern Sie sich noch an das Sommermärchen 2006? Es war grandios: fröhliche Menschen aus aller Welt in Nürnberg, mexikanische Trommeln, Kostüme aus Trinidad-Tobago, fröhliche NiederländerInnen, die den Hauptmarkt in ein farbenprächtiges orange verwandelten, Fans aus England...
Die Fußball-Weltmeisterschaft begeistert Millionen Menschen weltweit. Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Kultur fiebern gemeinsam mit, freuen sich über Siege und leiden bei Niederlagen.
Wir haben es ja wirklich nicht einfach. Gewissheiten geraten ins Wanken, Worte verlieren ihr Gewicht, und das, was gestern noch getragen hat, scheint heute unsicher. In solchen Momenten liegt die Versuchung nahe, sich von der Hoffnung zu verabschieden, Schritt für Schritt. Und doch lebt der Glaube von einem kleinen, widerständigen Wort: dennoch.
Es ist noch nicht lange her, da habe ich ein kleines Portrait über einen Journalisten gelesen. Wissen Sie, was ich dabei wirklich sehr interessant gefunden habe? Dass dieser Mann ohne die heute übliche Telekommunikation auskommt.
Viele reden von Cannabis: an dem süßlich-penetranten Geruch kommt man gerade jetzt in den warmen Jahreszeiten ja kaum vorbei… Doch was ist eigentlich mit Opium? Ein bekannter Philosoph hatte vor fast 200 Jahren den Satz geprägt: „Religion ist Opium fürs Volk.“ Damit meinte er, dass mit Hilfe der Religion die Menschen aufs Jenseits vertröstet werden, um sie in dieser Welt vom Einsatz gegen ein ungerechtes und für ein besseres Leben abzuhalten.
Kurze Umfrage unter meinen Schülerinnen und Schülern: Was wird denn eigentlich an Pfingsten gefeiert? Äh, hm, keine Ahnung, irgendwas mit dem Heiligen Geist, …??
Am Sonntag ist der 104. Katholische Kirchentag in Würzburg zu Ende gegangen. „Die Welt brennt… wir sind ein Teil dieser Welt und Brände löscht man nicht durch Zuschauen“ predigte Bischof Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz beim Abschlussgottesdienst. Stellvertretend nennt er die katastrophale Lage im Sudan mit millionenfacher Hungersnot und Vertreibung durch den andauernden Bürgerkrieg.
In dieser beginnenden Woche findet der Katholikentag über das Fest Christi Himmelfahrt vom 13. bis 17. Mai in Würzburg statt. Ich hätte Lust, schon jetzt mit einem Mikrofon durch die Stadt zu laufen und Menschen – Jung und Alt, arm und reich, Kinder und Erwachsene, mit offenen Gesichtern oder verdrückter Miene – zu interviewen, was jede und jeder sich bei dem Wort denkt.
„Es fängt damit an, dass man auf YouTube eine Antwort auf eine Frage sucht und endet damit, dass man morgens um halb drei sich Videos anschaut, in denen eine Giraffe gefüttert wird.“ Ich weiß nicht mehr, wo ich diesen Satz zum ersten Mal gelesen habe, aber er bringt die Sache auf den Punkt.