Wir wär‘s denn mal mit folgender Nachricht: „Kein Unfall fand heute auf der A 9 statt, weil sich fast alle an die empfohlene Richtgeschwindigkeit gehalten haben.“ Oder: „Äußerst friedlich ging es gestern auf dem Hauptbahnhof XY zu, da alle freundlich und zuvorkommend zueinander waren.“ Klingt komisch?
Über die Hälfte der Fastenzeit haben wir schon geschafft. Aber ist das überhaupt der richtige Ausdruck: „geschafft“? Das klingt so nach abarbei-ten, Überwindung, drückend und schwer – und nach: Ich bin froh, wenn alles endlich wieder vorbei ist.
Wir tragen einen jungen Mann zu Grabe. Tapfer hatte er gegen den Krebs gekämpft. Bis zum Schluss war er optimistisch. Am Ende hat er doch den Kampf verloren. Warum er?
Mich fasziniert zwar immer, dass die Juden beide Glaubensrichtungen in einer Religionsgemeinschaft ausgehalten haben: Die Sadduzäer machen sich lustig über „Himmel“ und glauben nicht daran. Die Pharisäer dagegen hoffen auf die Auferstehung nach dem Tod und damit auf den Himmel. Und Jesus, Petrus, Paulus – sie alle glauben an Himmel!
Manchmal trifft auf eine ironische Art und Weise das Sonntagsevangelium die Stimmung der Tage. Es ist der Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine. Drei Jahre Krieg mit unschuldigen Opfern, mit Leid und Ungerechtigkeit.
Vielleicht kennen Sie das Erleben, dass sich mit einem Ereignis die persönliche Lebenswelt komplett verändert: sei es mit der Geburt oder mit dem Tod eines Menschen, sei es bei einer Liebeserklärung mit Heiratsantrag, oder sei es bei einer Diagnose eines Arztes.
Was für eine Woche neulich, Ende Januar! Am Montag, dem 27. Januar begingen wir in Deutschland einen der wichtigsten Gedenktage des Jahres – wir gedachten der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.
In dieser Woche folgt ein Fest auf das andere in der katholischen Kirche: am 2. Februar feiern wir „Darstellung des Herrn“ oder auch Mariä Lichtmess genannt und am 3. Februar wird der Blasiussegen gespendet.
Ich stehe am Rand eines nicht gerade englischen Rasens und schaue meinem Sohn beim Fußballspielen zu. Sein Verein führt gerade mit einem Tor, dass noch dazu er geschossen hat. Sehr elegant und überlegen übrigens. Und so etwas wie ein gewisser Stolz kommt in mir auf…
Wenn ich mich so in der Welt umschaue, dann wird es mir himmelangst – in Amerika wird ein Präsident vereidigt, der schon in seiner ersten Amtszeit deutlich gezeigt hat, was er von kritischen Menschen und überhaupt dem Rest der Welt hält.