Nach etwa 30 Jahren ist es notwendig gewesen, dass die Kirche Allerheiligen innen saniert wird. Staub und Schmutz haben sich auf den Innenwänden und Kunstwerken festgesetzt.
Im Fokus der Sanierungsarbeiten stehen ein neues Lichtkonzept, ein barrierefreier Zugang sowie die Erneuerung der veralteten Tonanlage. Darüber hinaus müssen Wände und Decken gesäubert und teilweise neu gestrichen werden. Außerdem gibt es eine neue Bestuhlung.
Im Frühjahr 2025 wird auch noch eine neue Orgel in die Kirche einziehen. Die alte wurde bereits Anfang Februar 2024 ausgebaut; sie findet in einem Franziskanerkloster im polnischen Kattowitz eine neue Heimat.
Von Anfang April 2024 bis Ende des Jahres ist die Kirche aufgrund der Innensanierung für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Gottesdienstbesucherinnen und –besucher können in dieser Zeit in die Kirche St. Benedikt, Tauroggenstraße 27, ausweichen. Die Gottesdienste an Werktagen werden solange im Pfarrsaal der Gemeinde stattfinden.
Anfang Februar war die neue Orgel auf zwei riesigen Sattelschleppern vor der Allerheiligenkirche angeliefert worden. Unter der Regie von sechs Mitarbeitern der Orgelbaufirma Weimbs aus Hellenthal in der Eifel, trugen fleißige Helfer der Gemeinde das in all seine Einzelteile zerlegte Instrument nach und nach in die Kirche.
„Totalsperre auf der Autobahn!“ Christoph Goffart, Tischlermeister der Orgelbaufirma Weimbs, lässt das Handy sinken. „Das dauert noch!“ Lange Gesichter bei den zehn Helfern aus der Gemeinde Allerheiligen. Um acht Uhr war die Ankunft des Lkw, der die erste Ladung der ersehnten neuen Kirchen- und Konzertorgel an diesem 4. Februar anliefern soll, geplant. Nun ist es schon neun. Warten also.
Nur selten wird eine Königin der Instrumente gebaut. Und noch viel seltener kann man als Gemeindemitglied Zeuge werden, wie dieses Wunderwerk aus Pfeifen, Holz, Metall, Leder und ausgefeilter Technik entsteht. Zunächst beim Orgelbauer, später beim Aufbau in der Kirche. Eine Gruppe der katholischen Gemeinde Allerheiligen in Nürnberg hat die neue Orgel in der Eifel besucht…
Die Hoffnung lag auf Weihnachten. Die Geburt Christi im erneuerten Kirchenraum feiern zu können, war das Ziel. Doch wie häufig im Baubereich kam es zu Verzögerungen: Der Genehmigungszeitraum, in dem leider noch nicht viel gearbeitet werden durfte, geriet unerwartet lang, schluckte knapp zwei Monate – und so muss sich die Gemeinde von „Allerheiligen“ noch bis Ostern in Geduld üben.
So gleichmäßig wie schwungvoll streicht Claudia Entschladen über den unteren Rand des großen Christus-Baldachins. Mit einer Hand strafft sie das Gewebe, die andere führt einen kleinen Latexschwamm, der sich zusehends schwarz färbt. Streifen für Streifen geht die Textilrestauratorin dem am Prunkdach angelagerten Schmutz an den Kragen.
Es war ein Ereignis! Wann wird der riesige Baldachin, der den Altarraum in Allerheiligen maßgeblich schmückt und als Prunkdach überspannt, schon einmal herabgelassen? Im Zuge der aktuell durchgeführten bestandsbewahrenden Instandsetzung der Kirche wird der 1956 von Prof. Hans Uhl entworfene und von Dominikanerinnen im Bamberger Heiliggrabkloster gefertigte Baldachin einer Trockenreinigung unterzogen.
Am Weißen Sonntag, 7. April 2024, um 10.45 Uhr wird in der Pfarrei Allerheiligen der vorerst letzte Gottesdienst stattfinden. Danach muss die Kirche für umfassende Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten schließen.
2025 soll sie kommen: die neue Orgel in Allerheiligen. Drei Jahre Planungszeit, zwei Jahre Bauzeit, über 12.000 Arbeitsstunden und eine Summe von etwa 1,2 Millionen Euro werden dann in das Mammutprojekt geflossen sein.
Die Allerheiligenkirche im Nürnberger Nordosten bekommt nächstes Jahr eine neue Orgel. Nach 55 Jahren hat das alte Instrument ausgedient und muss jetzt ausgebaut werden: Zehn Tonnen Material, 2600 Pfeifen und mehrere 1000 Einzelteile werden fünf Tage lang von einem zehnköpfigen Team zerlegt, beschriftet und verpackt. Zwei LKWs werden notwendig sein, um alles abzutransportieren.
Die Allerheiligenkirche im Nürnberger Nordosten bekommt nächstes Jahr eine neue Orgel. Nach 55 Jahren hat das alte Instrument ausgedient und muss jetzt ausgebaut werden: Zehn Tonnen Material, 2600 Pfeifen und mehrere 1000 Einzelteile werden zerlegt und verpackt.