Es gibt Tage, da sagt ein Gedicht mehr über Leben und Tod, als es alle wissenschaftlichen Erkenntnisse ausdrücken könnten. Rilkes „Herbst“ ist so eines. Ich betrachte es Strophe für Strophe und lasse es auf mich wirken. Lasse es in mir schwingen.
Vor einem Jahr war ich mit Wohltätern der Jesuitenmission in Indien. Jetzt haben wir uns getroffen, um die Eindrücke von damals auszutauschen. Es war für uns alle ein kleines Wunder, was im Erzählen, im Nachfragen, beim Besichtigen der Fotos alles wieder lebendig geworden ist.
Wie stellen wir uns die Welt von morgen vor? Hoffen wir noch auf bessere Zeiten? Und was bedeutet diese Hoffnung für uns? Es wäre leicht, alles in das gleiche dunkle Loch der Verzweiflung, der Hoffnungslosigkeit und des Zynismus zu werfen. Aber es wäre auch feige. Und faul.
Der Physik-Nobelpreis geht in diesem Jahr an drei Forscher, die die Relativitätstheorie von Albert Einstein bestätigt haben. Sie haben Schwerkraftwellen aus dem All gemessen, die 1,3 Milliarden Jahre gebraucht haben, um die Erde zu erreichen.
Wir sind seit Jahrzehnten von vielen Maschinen jeglicher Art umgeben. Vom Auto über alle möglichen nützlichen Maschinen und Elektrogeräte im Haushalt bis zum Computer - am Arbeitsplatz wie auch privat.
Das Messbuch leitet die Texte vom Sonntag (24. September) so ein: „Hat mein Leben einen Sinn? Weiß ich, wofür ich lebe, arbeite, leide?“
„Wer nicht wählt, darf auch nicht meckern“, meinte einmal ein Politiker. Stimmt schon: Immer nur zu jammern, dass „die da oben ohnehin tun, was sie wollen“ und alles mieser wird, ist ein wenig zu billig.
Zur Zeit kann man vor dem Germanischen Nationalmuseum 600 goldfarbene Madonnen aus Plastik bewundern, jeweils knapp einen Meter groß stehen sie in Reih und Glied auf einer Art Tribüne übereinander.
Das war es also, das große TV Duell. Kanzlerin gegen Kanzlerkandidat. Viele Worte, wenig Inhaltliches, gar nichts Neues. Das kennen wir doch alles schon, ist hundertmal besprochen und durchgekaut.
Für drei Wochen hatte ich keine Zeitung, kein Fernsehen, kein Radio. Da ich kein Smartphonebesitzer bin, war ich für zwanzig Tage völlig abgeschnitten von den Nachrichten über Terroranschläge, Trump-Allüren, Erdogan-Attacken und vieles mehr.