Das ist eine seltsame Zwischenzeit, die sich von Himmelfahrt bis Pfingsten spannt. Was wird passieren, jetzt, da Jesus nicht mehr bei ihnen ist? Die Jüngerinnen und Jünger schwanken zwischen Resignation und Hoffnung.
Der neue Papst, Leo XIV., hat mit seiner ersten Ansprache nach seiner Wahl davon gesprochen, dass er uns allen Frieden wünscht, aber dass wir auch selbst eingeladen sind, dafür zu sorgen, den Frieden in unserer Welt zu fördern.
Wir leben in einer Gesellschaft, die so offen polarisiert ist, wie schon lange nicht mehr. Auffällig ist dabei, dass denen, die gegen Toleranz, Offenheit, Güte, verständnisvolles Miteinander reden, predigen und wüten, nur immer ein Nein entgegengehalten wird.
Wir haben sehr bewegte Zeiten mit vielen Unsicherheiten, täglich gibt es neue, meist gruselige Nachrichten aus Washington, die Kriege in der Ukraine und in Nahost, der Tod von Papst Franziskus und nun die Kanzlerwahl mit einem Stolperstein und der Frage: wie wird es weitergehen nach dem Regierungswechsel?
Unsere Welt, wie wir sie kennen, die wir lieben lernten, in der wir aufgewachsen sind, diese Welt wird derzeit mutwillig von einer kleinen Gruppe Megareicher und ihrer oligarchischen globalen Handlanger zerstört.
Wir leben heute in einer Zeit rasanter Veränderungen: Neue Technologien bestimmen unser Denken und unser Leben. Sie stellen sogar unser Selbstverständnis als Mensch in Frage. Wozu bin ich denn hier? Was ist meine Aufgabe in dieser Welt? Und wer ist denn überhaupt Gott und wozu brauche ich ihn, wenn mir die technischen Möglichkeiten ein bequemes und vermeintlich sorgenloses Leben versprechen?
Wenn ein geliebter Mensch stirbt, heißt es Abschied nehmen. Oft fließen Tränen, Trauer macht sich breit und die Welt bekommt ein anderes Gesicht.
Wir wär‘s denn mal mit folgender Nachricht: „Kein Unfall fand heute auf der A 9 statt, weil sich fast alle an die empfohlene Richtgeschwindigkeit gehalten haben.“ Oder: „Äußerst friedlich ging es gestern auf dem Hauptbahnhof XY zu, da alle freundlich und zuvorkommend zueinander waren.“ Klingt komisch?
Über die Hälfte der Fastenzeit haben wir schon geschafft. Aber ist das überhaupt der richtige Ausdruck: „geschafft“? Das klingt so nach abarbei-ten, Überwindung, drückend und schwer – und nach: Ich bin froh, wenn alles endlich wieder vorbei ist.
Wir tragen einen jungen Mann zu Grabe. Tapfer hatte er gegen den Krebs gekämpft. Bis zum Schluss war er optimistisch. Am Ende hat er doch den Kampf verloren. Warum er?